NEUE MITTELSCHULE - WAS IST NEU?

 

Wir unterrichten

  • in heterogenen Klassen mit innerer Differenzierung (keine Leistungsgruppen, die Kinder bleiben alle Unterrichtsstunden in ihren Stammklassen).
  • gemeinsam mit AHS- Lehrern/ Lehrerinnen im Teamteaching.
  • mit der Unterstützung von Lerncoaches.
  • soziales Lernen in jeder Klasse.
  • in der dritten und vierten Klasse eine zweite lebende Fremdsprache (Spanisch, Russisch oder Kroatisch) oder Nawi = Naturwissenschaften.
  • in der dritten Klasse Berufsorientierung und Ernährung und Haushalt.

Wir bewerten

  • zusätzlich zum Ziffernzeugnis mit förderlichen Formen der Leistungsbewertung - Lernprofil, Lernzielorientierte Bewertung, Schülersprechtag, Portfolio und einer ergänzenden differenzierten Leistungsbewertung (EDL).

Unser Ziel ist es, jeden Schüler/ jede Schülerin nach besten Kräften in seinen / ihren Stärken zu fordern und zu fördern.

 

Schulprofil der NMS

 

1. Leitbild / pädagogische Leitsätze

Wir fördern in besonderer Weise die umfassende Entwicklung der Anlagen und Fähigkeiten unserer Schüler und Schülerinnen und die Ausprägung von Selbstverantwortung und Eigeninitiative.

Wir bemühen uns um ein positives Schulklima und einen wertschätzenden Umgang miteinander auf der Grundlage der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“.

Wir streben eine positive Einstellung zur Arbeit durch einen zukunftsorientierten Unterricht an.

Kooperation und Teamgeist erachten wir als unabdingbare Voraussetzungen zur Bewältigung dieser vielfältigen Zielsetzungen.

 

2. Standortbezogene Schwerpunkte

 

2.1 Musikklassen

 Eine Sonderform der Neuen Mittelschule ist die Musik- NMS, mit der wir schon mehr als 20- jährige Erfahrung haben.

Mit der Musik eröffnet sich eine Vielfalt emotionaler und ästhetischer Erfahrungen. Diese Erfahrungen aus der Musiktradition sollen den nächsten Generationen weitergegeben und belebt werden. Die Arbeit, basierend auf den Kernbereichen des Lehrplanes für Musikerziehung an Musik- HS, soll die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in folgenden Bereichen ausbauen:

* Methodenkompetenzen
* Handlungskompetenzen
* Sozialkompetenzen
* Fachkompetenzen

Der Musikunterricht soll in seiner Qualität sichergestellt, aber auch ständig erneuert werden. Mit dem Erreichen der oben genannten Kompetenzen wird die lebensbereichernde Erfahrung durch Musik in ihrer Gesamtheit gesichert. (s. Kompetenzenkatalog unter: http://musik-hsgemeinsamlernen. bmukk.gv.at)

Wir wollen in unserem Schwerpunkt fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht fördern und dadurch die Begabungen und Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler im kognitiven, emotionalen, psychomotorischen, kreativen und sozialen Bereich stärken.
Durch Instrumentalunterricht in Kleingruppen, Hörerziehung und Musikkunde, Musik und Bewegung, kreativem Gestalten auf vokaler und instrumentaler Ebene wird der vorgegebene Lehrplan in die Praxis umgesetzt.
Das Präsentieren von erarbeiteten musikalischen Beiträgen in verschiedenen Ensemblebesetzungen wie Vokal- und Instrumentalgruppen trägt wesentlich zur Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen bei.
Durch den Einsatz von e-learning und Musikwerkstätten in den Musikklassen findet auch im Musikunterricht die Implementierung Neuer Lernkultur statt.
Ganz wesentlich am Arbeiten in den Musikklassen für uns alle:
Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Spaß und Freude Musik erleben und im gemeinsamen Musizieren ausführen!

2.2 Montessori- orientierte Klassen

 

Das tragende Prinzip der Montessori- orientierten Klassen ist die tägliche Freiarbeitsphase von zwei bis drei Unterrichtsstunden.
Dadurch werden Forderungen der Montessori- Pädagogik, aber auch des Lehrplans erfüllt, die die selbsttätige Arbeit der Schülerinnen und Schüler als Zielsetzung haben.
Der individualisierte Unterricht soll jedem Kind, dem Leistungsstand und den Interessen entsprechend, gerecht werden.
Um ein Eingehen auf die Bedürfnisse des Einzelnen zu gewährleisten, werden die Schülerinnen und Schüler während der Freiarbeitsphasen meistens durch zwei Lehrpersonen betreut.
Ausgewogene Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit) in der Freiarbeit sowie gebundener Unterricht wechseln einander ab.
Unterrichtsinhalte werden in der Freiarbeit nicht nur wiederholt, sondern von den Kindern selbst erarbeitet.
Besonderer Wert wird auf die Präsentation der Ergebnisse der Arbeit gelegt, sowohl im Bereich der neuen Medien als auch auf herkömmliche Art und Weise.
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihr Lernen und identifizieren sich dadurch mit den Inhalten.
In ihrer Eigenverantwortung liegt auch das Arbeiten nach Wochen- bzw. Monatsplänen, das Einhalten von Terminen, die Einteilung der Arbeit und die Aufteilung von Lerninhalten.
Die Freiarbeitsstunden werden nach Möglichkeit geblockt gehalten, um ein kontinuierliches Arbeiten zu ermöglichen. Das Lehrerteam einer Klasse wird möglichst klein gehalten, eine Montessori- Ausbildung der unterrichtenden Lehrpersonen (Montessori- Diplom) ist erwünscht.

2.3 Sprachen und Kommunikation

 

Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, Kompetenzen in mehreren Sprachen zu erwerben, sie zu ermutigen, ihre Sprachkenntnisse und kulturellen Erfahrungen zu erweitern und lebensbegleitendes Interesse zum Sprachenlernen zu wecken.
Dabei wollen wir den Wert der Mehrsprachigkeit und Multikulturalität aufzeigen und die Schülerinnen und Schüler zu gegenseitiger Achtung und Verständigung erziehen.
Das spielerische Erlernen einer zweiten Fremdsprache ab der 7. Schulstufe eröffnet den Jugendlichen zusätzliche Chancen.
Gleichzeitig soll aber auch Englisch als erste Fremdsprache umfangreich gefördert werden. Über den neu kreierten Schwerpunkt English Conversation (in der 5. und 6. Schulstufe) wird den Schülerinnen und Schülern vermehrt die Möglichkeit geboten, das Gelernte auch praktisch anzuwenden.
Durch die Konzentration auf das dialogische und zusammenhängende Sprechen verlieren die Kinder die Scheu, sich in der Zweitsprache zu artikulieren.
Sprachaufenthalte im englischsprachigen Ausland, Intensivsprachwochen mit Native Speakers („Living English“), aber auch der phasenweise Einsatz von Englisch als Arbeitssprache in anderen Gegenständen sind ein zusätzlicher innovativer Zugang zum Sprachenlernen.

Die Sprachförderung muss aber auch die Erstsprache betreffen. Zusätzlich zum herkömmlichen Deutschunterricht wird in der 5. und 6. Schulstufe Lesetraining angeboten.
Lesen ist eine der wichtigsten Kulturtechniken, und Lesekompetenz ist heute gefragter denn je. Die Flut an textuellen Informationen ist enorm im Steigen begriffen.
Die Botschaften werden immer komplexer und subtiler, sodass fundierte Lesefertigkeiten vonnöten sind. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, eine kritische Distanz zu gewinnen und selbstbewusst zu wählen, zu werten, einzuordnen und zu beurteilen.
Wer nicht lesen kann, dem bleiben auch im 21. Jahrhundert viele Türen zur Welt verschlossen.

Darüber hinaus werden für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache Kurse in „Deutsch als Fremdsprache“ bzw. „Deutsch als Zweitsprache“ angeboten.

Die Gesamtheit der sprachfördernden Maßnahmen bedeutet eine deutlic
he Erhöhung der Sprachkompetenz. Es bestehen bereits Überlegungen hinsichtlich einer Kroatischklasse in der nächsten Zukunft, da viele unserer Schülerinnen und Schüler aus kroatisch sprechenden Heimatgemeinden zu uns kommen.

 

2.4 Bewegte Klasse

 

2012/13 führen wir zum ersten Mal eine "Bewegte Klasse". Bewegung fördert das Denken, Lernen und die Konzentration und wird gezielt in möglichst vielen Unterrichtsstunden eingebaut.

 

 

2.4 Soziales Lernen- Lebenskompetenz-     

      Integration 

 

Miteinander respektvoll, rücksichtsvoll und verantwortungsvoll umzugehen, kann gelernt werden!
Unter Sozialem Lernen verstehen wir einen Prozess, der das Miteinander in den Klassen fördert und die Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärkt.
Außerdem bietet es eine Entwicklungschance für jede Persönlichkeit.
Soziales Lernen muss möglichst früh sowohl auf der individuellen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene gezielt gefördert werden.
Es ist ein lebensbegleitender Lernprozess.

Soziales Lernen ist ein Grundprinzip unserer Pädagogik und wird an unserer Schule durch unterschiedliche Maßnahmen und den Pflichtgegenstand „Soziales Lernen“ gefördert.
Unsere Schülerinnen und Schüler lernen mit Sachthemen, mit sich selbst und mit anderen umzugehen und Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz in einem ausgewogenen Verhältnis entwickeln.
Dieser Lernprozess soll zu einer Lebenskompetenz führen, die unseren Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Start ins Erwachsenenleben erleichtert.

Durch Verhaltensvereinbarungen zwischen den Schulpartnern wird viel Gewicht auf den wertschätzenden Umgang miteinander und auf das Einhalten von vereinbarten Regeln gelegt.

Die Arbeit in Integrationsklassen geht von der Grundannahme aus, dass wir es in jeder Klasse mit einer Vielfalt von Begabungen zu tun haben.
Ziel ist es, alle diese Begabungen zu fördern und zur Entfaltung zu bringen.
Durch den gemeinsamen Unterricht und somit durch die Einbindung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf soll der Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen gewirkt werden.

Die Jugendlichen sollen im gemeinsamen Leben und Lernen Haltungen wie Toleranz, Hilfsbereitschaft, Respekt und Wertschätzung erfahren.
Zusammen soll der Schulalltag bestmöglich gemeistert werden.

Soziales Lernen ist von der 5. bis zur 8. Schulstufe fixer Bestandteil der Stundentafel.
Die Lehrpersonen dieses Faches absolvieren eine Ausbildung in diesem Gegenstand und bilden sich auch weiterhin darin fort.
Die unterrichtende Lehrperson soll dem Klassenteam angehören, um die Inhalte des Sozialen Lernens auch im täglichen Unterricht in diese Klasse einbringen und verwirklichen zu können.
Die Inhalte des Gegenstandes Soziales Lernen sind in einem eigenen Schullehrplan festgehalten, der auch Berufsorientierung miteinbezieht.